Römö liegt im Wattenmeer, das sich von der Ho Bugt im norden 500 km weit bis Den Helder in Nederland erstreekt.
Das Wattenmeer ist ein einzig- artiges ökosystem und gehört zu den wichtigsten Feuchtgebieten der Erde.
Mit seinen 952 qkm ist der dånische Teil des Wattenrneeres das bis-her grösste zusammenhängende Naturschutzgebiet Dänemarks.
Die fotos auf dieser Seite ist aus der photopress Seite:
100 jahre alte römö fotos
Die Insel liegt u.a. auf einer der wichtigsten europäischen Vogelfluglinien.
Die Landschaft setzt sich überwiegend aus Strand, Dünen und Marsch zusammen.
Der Sand birgt ein mikroskopisches Tier- und pflanzenieben, das für die Stabilität des Strandes bei Sturmfluten von grosser Bedeutung ist.
Die Insel wächst nach Westen zu und im Süden bildet sich eine neue Dünenreihe.
So sind hier grosse parabelförmige Dünen zu sehen, die durch Bepflanzung der 3 Plantagen gedämpft sind.
In den feuchten Niederungen, Hedekär genannt, findet man eine sehr artenreiche Flora, u.a. Glockenheide, Rauschbeere,
Lungenenziean und Sommertau. Vogelarten wie grosser Brachvogel, Bekkasine und Nachtschwaibe sind hier anzutreffen.
Im nördlichen Teil haben sie den Charakter weitråumiger Saizwiesen mit reichem Vogelaufkommen.
Im mittieren Teil ist die sandige Marsch von schilfurnrandeten Seen geprägt, die seltene Vögel wie Rohrdommel, Rohrweihe, Weidenweihe und Sumpfohreule aufweisen. Insbesondere für den Zug der Entenvögel sind die Seen von grosser Bedeutung.
Der südliche Teil der sandigen Marsch wird überwiegend landwirtschaflich genutzt.
Grosse Flächen werden jedoch ais Weideland betrieben, charakteristisch sind die regelmässigen Entwässerungsgräben.
Auch in diesem Gebiet ist eine reiche Vogelwelt zu sehen, die sich sowohl aus einheimischen wie aus rastenden Tieren zusammenstellt.
Insbesondere das nicht eingedeichte, noch unbewirtschaftete Vorland südlich von Havneby ist ein wichtiges Futtergebiet.
Hier sind in der Zeit der Vogelzüge u.a. grosse Scharen von Kiebitzen, Goldregenpfeifern und Gänsen zu sehen.
Die vorhandenen Ressourcen der Insel waren jedoch nie aussreichend um eine grosse Bevölkerung ernähren zu können.
Im 18. und 19. Jahrhundert standen wiete Teile der männlichen Bevölkerung irn Dienste der norddeutschen Handelsmarine und brachten Reichturn und insbesondere friesisches Kulturgut ins Inselleben ein.
Der Walfang vor Grönland spielte dabei eine besondere Rolle. Viele der Seefahrer von Römö waren Kapitäne, sogenannte Kommanddöre.
Die grössere wirtschaftliche Grundlage hatte zur Folge, dass die Bevölkerung der Insel anwuchs, was sich am Ausbau der Kirche von Römö abspiegelt. Auf dem Kirchhof sind die Grabdenkmäler der Kommåndöre erhalten.
Sie geben in Text und Bildern Auskunft über die Verstorbenen, sowohl was den Walfang wie die Zahl der Kinder betrifft.
Mitte des vorigen Jahrhunderts begann die Einwohnerzahl der Insel trotz einsetzendem Fremdenverkehr zu sinken, hat heute aber ein stabiles Niveau erreicht.
Toftum und dem Gebiet Vesterhede nördlich von Havneby sind die Siedlungen und die Landschaft noch stark von alten Håusern geprägt.
Viele der alten Gebäude befinden sich im wohlerhaltenen Zustand.
Das gilt insbesondere für den sogenannten Kommandörgården in Toftum, der heute eine Sammlung des dänischen Nationalmuseums birgt.
Hier begegnet man alle dem, wovon ein wohlhabener Kommandör - oder ein dito Kaufmann im Spitzengeschäft - tråumte:
Wände, geschmückt mit holländischen Fliesen, bemalte Holztäfelungen, ausgesuchte Holzschnitzereien, gusseiserne öfen usw.
Um das Jahr 1900 herum begründete Pastor Jacobsen aus Skärbäk bei Lakolk die Fremdenverkehrswirtschaft der Insel.
Badehotels und Balkenhütten, oftmals mit Türmen verziert, wurden errichtet, von denen manche noch im alten Stil erhallen sind.
Zur selben Zeit wurde die sogennannte Schienenbahn gebaut. Mit pferdegezogenen Wagen wurden auf ihr die Badegäste vom
Landungsplatz Kongsmark bis zum Badeort Lakolk befördert.
Dem Römödamm, 1948 eingeweiht, bewirkte eine Verlagerung des Juvrepriels im Wattenmeer.
Dabei entstand eine stärkere Belastung für insbesondere den Juvredeich, der stellenweise ganz weggespült wurde.
Dies machte den Bau einer zweiten Deichlinie landeinwärts erforderlich.
Die Strecken können aber auch mit dem Rad erlebt werden, an manchen Stellen ist jedoch ein Fahren nicht möglich.
Die folgenden Touren lassen sich beliebig verkürzen.
Die Route beginnt beim Turistkontor in Tvismark.
Von dort gehts südwärts nach Kongsmark, wo bis zum Bau des Römödamms der Landeplatz für die Dampfschiffartslinie zum Festiand bei Skärbäk Brohoved lag.
Von Kongsmark geht die wandern weiter in südliche Richtung, vorbei die Kirkeby Plantage durchquert bzw. passiert wird, vorbei am Spidsbjerg, das am nördlichen Ende der am besten erkennbaren Parabeldüne Römös liegt.
Der Weg führt nun durch ein dünenreiches Heidegebiet, das unter Naturschutz steht und ein reiches und vieifältiges Tier- und pflanzeleben aufweist.
Weiter nach Süden wird dann der Kirkebydeich passiert, der in den zwanziger Jahren gebaut wurde und gemeinsam mit dem westlichen Dünendeich aus dem Jahre 1867 eine Versandung der landwirtschaftlich genutzten Strandwiesen verhindern sollte.
Der Weg führt nun nach Norden zum Strand von Lakolk und es lässt sich beliebig am Meer oder an den Dünen wandern.
Bei der Sommerhaussiedlung Lakolk geht es landeinwärts auf der Trasse der alten Schienbahn Nordseebad Lakolk bis Kongsmark ostwärts durch das unter Naturschutz stehende dünenreiche Heidegebiet.
Der See von Lakolk hat ein reiches Vogelleben, der Zutritt zu den Schilfwäldern und zum Seen ist jedoch nicht gestattet.
Die Route beginnt bei der Kirche, die 1524 dem Heiligen Clement, dem Schutzheiligen der Seefahrer, geweiht wurde.
Südlich der Kirche liegt die alte Rettungsstation, die heute als Feuerwehrwache dient.
Die wandern führt nun durch Vesterhede und Vråby Plantage.
Vom Stagebjerg aus hat man einen prächtigen Ausblick über die gesamte Insel. Im Südwesten die Insel Sylt.
Zu sehen sind in westlichere Richtung die landwirtschaflich genutzten, sandigen Marschflächen, die vom Dünendeich des Jahres 1867 gegen Versandung geschützt werden.
Weiter gehts auf der Krone des Havnebydeiches, erbaut im Jahre 1912.
Diese Strecke bietet eine herrliche Aussicht über das Wattenmeer.
Die Marchsehgebiete südlich von Havneby weisen ein äusserst reiches Vogelleben auf, zeitweise Scharen von Wildgånsen. Die Kanonen im Hafen stammen vermutlich aus den Schwedenkriegen des 17. Jahrhunderts.
Borrebjerg, das einzige altertümliche Monument der Insel, ist eine Warft aus dem Mittelalter.
Möglicherweise war schon in der Wikingezeit eine Siedlung hier vorhanden. Die Sage erzählt von einer Seeräuberburg.
Der Besitz betragt ca. 4.600 ha. 400 ha davon sind aufgeforstet, der Rest besteht aus Strand, Dünen und Heideflächen, die ganz überwiegend unter Naturschulz gestellt worden sind.
Eine Ursache des Sandtreibens war, dass Vieh und Schafe die empfindliche Vegetation der sandigen Flächen zerstörte und sie somit dem Wind preisgaben.
Die Gefahr des Sandtreibens ist immer noch gegeben. Schutz der Vegetation und andere Massnahmen zur Eindämmung des Sandtreibens haben deshalb hohe Priorität.
Jedes Jahr werden Massnahmen in diesem Bereich durehgeführt.
Die besonders gefährdeten Dünen werden mit Strandhafer bepflanzt.
Zur weiteren Dämpfung des Sandtreibens werden reihenweise Kiefernzweige in den Sand eingebracht, die den stets vom Strand eintreibende Sand auffangen sollen.
Landeinwärts werden Beschädigungen der Dünenvegetation, die hier aus Heidekraut und Krähenbeeren besteht, durch Auffüllen mit Zweigen oder Stroh begegnet, wodurch weiteres Sandtreiben unterbunden und das Schaffen einer geschlossen Vegetationsdecke wieder ermöglicht wird.
In wirtschaflicher Hinsicht diente die Aufforstung alsfrühe arbeitsbescharffungsmassnahme für die Inselbewohner, wobei auch der Ertrag insbesondere an Brennholz ins Gewicht fiel.
Grosse Flächen wurden mit Bergkiefer und Schwarzkiefer beplantz.
Die Nutzung der Plantagen und damit die Gestaltung geschiet heute nach anderen Gesichtspunkten ais früher und somit ändert sich das Aussehen.
Ziel ist heute, einen möglichst abwechsiungsreichen und ansprechenden Forst mit freien Ausblicken zu gestalten.
Aus ästhetischen Gründen werden die Nadelgehölze in immer grösseren Umfang durch Laubbaüme wie Eiche, Buche und Birke ersetzt.
Auf den etwas besseren Böden werden aber auch produktive Nadelgehölze wie Sitkatanne und Contortakiefer gepflanzt.
Durch kräftiges Lichten der ältesten Teile des Forstes wird versucht, die sehenswerten Dünenformationen zum Vorschein zu bringen.
Zur Pflege der offenen Heidepartien werden Sträucher und Bäume in einigen Zeitabstånden entfernt, die Flächen abgemäht und Gräsung durch Schafe durchgeführt.
Der Forst und die Heideflächen weisen einen grüssen Bestand an Rehen und Hasen auf.
Die wandern beginnt im Forst und führt dort zurück.
Auf halben Wege durchquert der Besucher eine offene Heidefläche, die sich besonders reizvoil in der Zeit der Heidekrautblüte darbietet. Von der markierten Route ab führt ein kleiner Pfad zum Höstbjerg, 19 m, der die Möglichkeit einer Aussicht über die ganze Insel bietet.
In südlicher Richtung ist die Insel Sylt zu sehen.
Nach einer ersten gemeinsamen Strecke trennen sich die Routen.
Die mit rot markierte, kurze wandern führt durch ein Gebiet mit starkern, alten Bergkiefernbewuchs über eine feuchte Lichtung zurück zu den Parkplätzen.
Die längere Route bietet dem Besucher eine fortgesetze wandern durch den Bergkiefernforst mit der Überquerung einer hühen Düne, die einen Ausblick über den ganzen Forst gestattet.
Beim Verlassen des Forstes öffnet sich dann zur rechten einer der reizvollsten Heideflächen der Dünenlandschaft.
Vom Spidsbjerg (19 m) aus ist diese offene Landschaft besonders gut zu überblicken.
Der letzte Teil der wandern führt dann durch abwechslungsreiche Waldflächen zurück zu den Parkplätzen.
Der erste Teil der Strecke bietet eine wandern durch eine hügelige Dünenlandschaft, die eine der schönsten Kiefernpartien der lnsel aufweist.
Die Route führt dann zum Stagebjerg (19 m), von wo aus der Blick über einige der Siedlungen der Insel schweifen kann.
Der letzte Teil der wandern geht durch ein relativ ebenes Gelände mit abwechselndem Baumbewuchs und kleinen Lichtungen.
Die Pfade in diesen Forsten sind durch einen nord-süd verlaufenden Weg quer durch die Heide miteinander verbunden.
Die Reitpfade sind von den öffentlichen Verkehswegen in und um Vråby Plantage zu erreichen.
Auch vom südlich gelegenen Parkplatz bei der Kirkeby Plantage ist ein Zugang vorhanden.
In den übringen Forsten und auf der Heide ist das Reiten nicht gestattet.
Beachten Sie bitte, dass die Tvismark Plantage für Pferde gesperrt ist.
Das Reiten in den Dünen am Strand ist gleichfalls untersagt.
Dabei sind folgende Einschränkungen zu beachten:
Sonderregeln für Parken. Es ist in der Zeit von 21 Uhr abends - 7 Uhr morgens verboten, Wohnmobile, Campingwagen und u. åhn. auf Wegen, Parkplätzen, Rastplåtzen und auf dem Strand abzustellen bzw. zu parken.
Reiten
Das reiten ist nur auf öffenlichen Strassen und Wegen, auf den gesondert beschilderten Pfaden und auf dem für den öffenlichen Verkehr freigebenen Teil des Strandes erlaubt.
Hunde
Hunde sind grundsätzlich anzuleinen.
Lediglich im Zeitraum 1. Oktober bis 31. März ist auf dem Strand das Führen nicht angeleinter Hunde gestattet.
Offenes Feuer und Tabakrauchen.
Offenes Feuer ist ganzjährig auf der gesamten Insel strengstens verboten.
Tabakrauchen in den Forsten und in Naturgebieten ist vom I. Mårz - 31. Oktober untersagt.
Sonstiges
Reinhaltung der Natur, Schutz der natürlichen Flora und der Vogelwelt sind geboten.
Praktische Hinweise
Flächen in staatlichem Besitz werden verwaltet von Lindet Skovdistrikt, Lindetskovgård, Skovridervej 1, dk 6510 Gram, tlf. 7482 6105.
Unter Naturschutz stehende Flächen in privatem Besitz unterliegen der Aufsicht von Sönderjyllands Amtskommune, fredningsafdelingen, Skelbäkvej 2, dk 6200 Aabenraa, tlf 7433 5050.
Öffentlicher Nahverkehr
Die Buslinie 19 Aabenraa-Rödekro-Skärbäk-Römö befährt ganzjährig die strecke Havnebyvej nach Havneby, im Sommerhalbjahr zudem die Strecke Vesterhavsvej nach Lakolk.
Eignung für körperlich Behinderte
Anzumerken ist, dass die Wanderwege aufgrund der Bodenverhältnisse für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen nicht geignet sind.
Alle fotos auf dieser seite ist mehr als 100 jahre alt, siehe:
100 jahre alte römö fotos von römö dänemark